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Seit gut einem Monat drücke ich wieder die „Uni-Bank“ und ich muss sagen, ich finde es toll! Ich hatte wirklich bedenken, ob mir nach dem Praktikum der Schritt zurück in dieses doch sehr schulische System leicht fällt. Alles hat nunmal seine Vor- und Nachteile und im Moment genieße ich das Studentenleben und eine gewisse Flexibilität, die es mit sich bringt. Es gibt tatsächlich nur einen klitzekleinen Haken: Meine Bachelorkollektion.

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Mal ehrlich, wer von euch hört eigentlich noch Radio? Musik aus den 80ern, 90ern und das Beste von heute? Moderatoren, die sich selbst so gern reden hören, dass sie auch mal den einen guten Song, der da kommt,

ruinieren? Und dazu noch diese Qualität, denn kaum habe ich die UKW-Frequenz endlich richtig eingestellt, fängt es an zu rauschen, sobald ich einen Schritt nach links oder rechts mache. In Zeiten von Spotify, Apple Music und Tidal ist das Radio doch ein Auslaufmodell.

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Es wurde ein wenig ruhiger die letzten Tage. Bevor ich wieder in mein Studenten-Leben starte, wollte ich eine kleine Pause vom Bloggen. Einfach, um mich auf das nächste Semester mental vorzubereiten. Es ist das letzte Semester vor meiner Bachelor-Kollektion und spätestens jetzt ist es an der Zeit, mich ein bisschen mehr meinem Studium zu widmen, als ich es die letzten Jahre gemacht habe. Bisher lief alles ganz wunderbar – ich bin da recht entspannt durchspaziert, auch wenn gegen Ende der Semester die Zeit knapp wurde und hier und da die Nerven für ein paar Tage blank lagen. Dennoch habe ich das Gefühl, mein Potenzial nicht immer ausgeschöpft zu haben.

Das ist natürlich nicht verwunderlich – wenn man ständig an drei Projekten gleichzeitig arbeitet, leidet die Qualität. Es ist zum einen eine Kopfsache, zum anderen ein organisatorischer Drahtseilakt. Die Kunst, Arbeit abzugeben, liegt mir einfach nicht. Nüchtern schaue ich zurück auf die Kollektionen, die ich bisher gemacht habe. Ich stehe nicht mehr hinter allem. Auch das ist wahrscheinlich normal; man entwickelt sich weiter – man sucht seinen Stil. Dennoch ist es irgendwie enttäuschend, nicht stolz sein zu können. Der Tag, an dem ich mich mit meinen Arbeiten bewerben muss, kommt schließlich immer näher und da würde ich gern selbstbewusst hinter meinen Projekten stehen. Die nächsten zwei Semester sehe ich als persönliche Herausforderung. So viel Zeit bleibt nicht mehr zum Experimentieren.