99U Conference | Mit Adobe in New York

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Ich werde oft gefragt, mit welchen Programmen ich meine Bilder bearbeite. Ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um über meine jahrelange Beziehung zu Adobe zu sprechen, denn in Zusammenarbeit mit Adobe und der Akademie Mode & Design durfte ich die 99U Conference nach New York besuchen.

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Wie ihr wisst habe ich schon sehr früh angefangen zu fotografieren und da meine Ansprüche sehr schnell gewachsen sind, führte eigentlich kein Weg vorbei an der Bildbearbeitung. Ich glaube, ich war 14, als ich mich das erste Mal an Photoshop probiert habe. Stundenlang habe ich unter Anleitung von Tutorials (von denen es damals noch gar nicht so viele gab) Fotos retuschiert, verfremdet und freigestellt. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich sogar mal ein Schülerpraktikum in der Grafikabteilung eines Videospiel-Unternehmens gemacht habe. Mir fällt jetzt erst wieder ein, wie oft ich damals meinen Freunden zum Geburtstag selbstgestaltete Filmplakate oder Magazincover geschenkt habe. Auch für die Theater-Gruppe meiner Schule habe ich immer die Plakate entworfen. Natürlich konnte ich keinem professionellen Grafiker das Wasser reichen, aber meine Liebe für Typografie, Collagen und Fotografie hat sich da schon abgezeichnet. Auch während meines Praktikums bei einer der großen deutschen Modelagenturen genoss ich die Zeit im Art Department. Ich glaube, ich kennen keinen Blogger, der nicht die Programme der Adobe Creative Cloud nutzt und auch für mein Mode-Studium macht sich die große Auswahl der Programme bezahlt. Photoshop und Lightroom nutze ich für jede mögliche Form der Bildbearbeitung, Premiere und After Effects für unsere Videos, InDesign für Präsentationen und Booklets und Illustrator für meine technischen Zeichnungen und Entwürfe.

In New York auf der 99U Conference

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Die 99U Conference ist eine 3-tägige Veranstaltung für Menschen aus der Kreativbranche. Sie soll inspirieren und einem die Möglichkeit geben, seine Ideen zu verwirklichen. Circa 1000 Kreativlinge aus der ganzen Welt kommen zusammen und bilden ein Netzwerk – um sich auszutauschen, voneinander zu lernen oder über mögliche Zusammenarbeiten zu diskutieren. Und ich wurde eingeladen, einer von ihnen zu sein! Von den Referenten war ich sehr beeindruckt. Sie waren allesamt an der Spitze ihrer Branche und gaben uns einen exklusiven Einblick in ihre Arbeit und in ihr Leben. So sprachen beispielsweise Ian Spalter (Head of Design bei Instagram) oder Steve Selzer (Experience Design Manager bei AirBnB) vor uns über Trends, die die Zukunft der Kreativwelt beeinflussen. Da konnte ich wirklich sehr viel mitnehmen. Ich fand gut, dass die Redner allesamt aus anderen Bereichen kamen und jeder einen eigenen Ansatz hatte, um an das Thema „Design“ ranzugehen. Was sie aber gemeinsam hatten, war, dass sie uns motivieren wollten und uns dazu aufforderten, nicht den Mut zu verlieren, auch wenn es keine einfache Branche ist, in der wir uns befinden. Nicht jeder von ihnen hat eine steile Karriere hinter sich gebracht. Bei manchen glich der Lebenslauf eher einer Achterbahnfahrt und genau das wollten sie auch vermitteln. „Habe keine Angst zu scheitern.“ Diese Message hörte ich bei allen raus.

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Neben den Vorträgen gab es die Studio Sessions, bei denen es deutlich konkreter wurde. Sie hatten die Funktion, uns mit einer neuen Fähigkeit auszustatten oder einen Einblick in die Arbeitsabläufe eines größeren Unternehmens zu geben. Dafür besuchte ich zum einen BuzzFeed – sicher kennt ihr die coolen NIFTY Videos! Während der Session haben Mitarbeiter von BuzzFeed an einem Rezept-Video gearbeitet und so bekam ich direkt einen behind-the-video Einblick! Ich hätte gar nicht gedacht, dass man ein voll ausgerüstetes Studio benötigt, um diese kurzen Kochvideos zu erstellen!

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Am zweiten Tag wurde es für mich ganz besonders spannend: Es ging zur Parsons The New School of Design! Es war so ein cooles Gefühl durch diese riesige Universität zu laufen, die zu den Top 5 der besten Modeschulen der Welt gehört. Dort erfuhr ich einiges über 3D-Druck und die Möglichkeiten, die einem dadurch im Design eröffnet werden.

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New York ist an sich ja schon sehr inspirierend und überwältigend mit seinen ganzen Eindrücken, wenn dann aber noch die Möglichkeit dazu kommt, mit all diesen kreativen Menschen in einem Raum zu sein und diesen kreativen Input zu bekommen, dann ist das eine besondere Erfahrung.

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Trotz der vielen Programmpunkte hatte ich die Gelegenheit, den Aufenthalt in New York dafür zu nutzen, ein paar Leute zu treffen. In Soho verabredete ich mich mit drei Jungs zum Essen, die ich bis dato nur über Instagram kannte. Das war super lustig – vor allem, weil einer von ihnen an der Parsons studiert und ich ihn mit Fragen löchern konnte. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut man sich auf Anhieb versteht, obwohl man sich nur über Social Media kennt!

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Es waren zwar nur vier Tage in New York aber ich sammelte Eindrücke für zwei Wochen. Krönender Abschluss war die Closing Party im Museum of Modern Art. Könnte es eine coolere Location für eine Gruppe feierwütiger Kreative geben? Im Flieger zurück war ich wie betäubt von all den Erlebnissen. Der Zeitplan war so straff, ich hatte kaum Zeit zu reflektieren. Ich dachte an die nächsten Wochen und die ganze Arbeit, die nun vor mir liegt – aber ich war hochmotiviert. Motiviert, Dinge anzupacken, zu planen und in die Tat umzusetzen.

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