Zu Philipps Geburtstag habe ich eine kleine Eigenkreation ausprobiert. Da ich in letzter Zeit sehr oft Bananenbrot mache, habe ich mich gefragt, ob ich daraus nicht einfach eine Torte machen kann. Mit einer Abwandlung in der Zutatenliste entstand die Bananen Kokoscreme Torte mit karamellisierten Walnüssen. Ich liebe die Kombination aus Banane und Kokos und die Walnüsse sehen nicht nur schön aus, sondern geben dem ganzen noch einen gewissen Crunch.

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Was Philipp und mir beim Bloggen am meisten gefällt, ist der Kontakt zu unseren Lesern. Deshalb freuen wir uns immer sehr über persönliche Nachrichten und Kommentare von euch. Vor kurzem wurden wir gefragt, wie bei uns der Valentinstag aussiehst und wie wir uns darauf vorbereiten. Da haben wir uns gedacht: Warum nur einer einzelnen Personen davon erzählen, wenn wir auch einen kleinen Valentinstag-Guide für all unsere Leser machen können.

Gedankenwirrwarr.

Nach unserer Zeit in Berlin und Paris haben wir ein paar Tage, in denen wir das Chaos zu Hause beseitigen können, bevor es weiter nach Mailand geht. Nach meiner großen (und wirklich sehr gelungenen) Geburtstagsfeier sah unser Balkon (und eigentlich die ganze Wohnung) aus wie eine Müllhalde. Flaschen auf dem Balkon, Pappkartons und Kleidungsstücke auf dem Parkett und der ganze Kühlschrank voll mit Resten, die sowieso keiner essen wird. Kein Wunder flüchteten Philipp und ich in ein schönes Café, um ein wenig zu arbeiten.

Manchmal fühlt es sich nicht real an. Manchmal fragen andere zurecht „Wie hast du das geschafft?“. Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wie ich zu der Ehre kam, dass wir recht kurzfristig für die Issey Miyake Fall/Winter 2017 Show nach Paris eingeflogen wurden. Das habe ich an meinem Geburtstag erfahren und man hätte mir kein schöneres Geschenk machen können.


ISSEY MIYAKE FALL/WINTER 2017 | PARIS FASHION WEEK


Berlin war bereits gebucht und geplant, aber das hier war ein Traum, der in Erfüllung ging. Vor der Show trafen wir uns noch mit Benjamin von Shiseido (Sie waren für Haare & Make-Up verantwortlich) zum Frühstück und er erzählte uns, dass die Räumlichkeiten diese Saison wesentlich kleiner sind als sonst und so gut wie keine „digital influencer“ vor Ort sein werden. Als er meinte, dass es nur zwei Reihen gibt und ich in der 1. Reihe sitzen werde, war ich vollkommen überwältigt.

Schauplatz der Show war die „Galerie de Mineralogie„, ein sehr altes, wunderschönes Museum im „Jardins de Plantes„.

 

London Fashion Week Men 2017

Das Jahr 2017 beginnt turbulent und aufregend, denn schon in der ersten Januarwoche sind Philipp und ich nach London zur LFWM A/W 17 geflogen. Für mich ist es die zweite Saison in der englischen Hauptstadt und ich freute mich ganz besonders darauf. Auch weil Philipp mich in diesem Jahr begleitet hat. In London durften wir in dieser Saison die Shows und Präsentationen von Topman, Bellstaff, Ben Sherman und Barbour besuchen.

Ich verarbeite noch die ganzen Eindrücke, die ich in London und Florenz sammeln durfte und nehme mir jetzt, in einer ruhigen Minute, die Zeit, darüber nachzudenken, was ich mir für das Jahr 2017 vornehme. Wo möchte ich in einem Jahr stehen und wer möchte ich sein? Eine gar nicht so unberechtigte Frage, schließlich beginnt nun auch mein letztes Jahr als Student und dann meine Lieben, beginnt der echte Ernst des Lebens.

Ist es zu spät für Neujahrs-Vorsätze?

Nein, heute beginnt schließlich mein 25. Lebensjahr! Generell halte ich gar nicht so viel von Vorsätzen, die man sich an einen bestimmten Tag wie beispielsweise dem ersten Januar macht. Gehöre ich doch eher zu den Menschen, die über Nacht irgendwelche Erkenntnisse haben und dementsprechend überstürzt eine Entscheidung treffen. Ich möchte nicht dramatisch werden, aber wie gesagt, das ist ein besonderes Jahr und eine Frage schießt mir im Moment sehr oft durch den Kopf: Wie geht es weiter?

Die folgenden Vorsätze mache ich mir mitunter auch aufgrund der Tatsache, dass ich mich langsam aber sicher mit der Frage beschäftigen muss, wie es mit mir, mit uns, mit Frank-Lin.de weiter geht. Noch befinden Philipp und ich uns unter dem Schutzmantel der Studierenden, vergleichbar mit einem gewissen Welpenschutz genießen wir einfach Vorzüge. Das ist mir durchaus bewusst und gleichzeitig macht mir genau das Angst. Angst vor der Zukunft. Vor dem Berufsleben, vor Verpflichtungen und utopischen Träumen.

Seit dem 1. Semester versuche ich zu verdrängen, wie hart die Modebranche ist. Das war gar nicht so einfach, denn von allen Seiten wird einem diese makellos erscheinende Welt schlecht geredet. Eigentlich ist es sehr traurig aber so oft man auf inspirierende, leidenschaftliche Menschen trifft, so oft trifft man eben auch jene, die frustriert und verbittert sind. Ich habe in Bezug auf den Beruf, den ich mal ausüben möchte, sehr lang keine Pläne gemacht. Die letzten Jahre waren sehr dynamisch und ich hoffte, es würden sich Türen öffnen, von denen ich gar nicht weiß, dass es sie gibt. Ich zwang mich zu einer gewissen Offenheit gegenüber allen möglichen Berufszweigen in der Modebranche und weiß heute zumindest, wohin ich nicht möchte.

Ich gebe zu, so richtig schlau bin ich im Moment noch immer nicht. Irgendwie steht alles auf dem Kopf. Ich bin kein „normaler“ Student und ich will keinen „normalen“ Beruf. Aber was ist überhaupt „normal“ und was nicht? Ich verspüre den Druck, den ich mir selbst mache und bekomme Herzklopfen, wenn ich an den Tag denke, an dem ich mich für und gegen etwas entscheiden muss. Ich stehe zwischen dem Traum, mich kreativ auszuleben und der Tatsache, dass ich erstmal meinen Studienkredit abzahlen muss. Auch wenn ich weiß, dass meine Eltern mich so lange unterstützen werden, wie ich Unterstützung brauche, sehne ich mich nach finanzieller Unabhängigkeit. Meine Eltern arbeiteten mein ganzes Leben lang hart, um mir und meinen Schwestern das Leben und die Bildung zu ermöglichen, die wir uns wünschen. Sie haben die eigenen Bedürfnisse immer zurückgestellt und es tut mir weh, dass ich das so spät erst realisierte. Ich nehme mir wirklich vor, sie finanziell zu entlasten – schließlich habe ich noch zwei jüngere Schwestern.

Ich hätte nun fast geschrieben, dass sich in diesem Jahr alles um das Thema „Selbstfindung“ dreht, aber da würde ich mich jetzt irgendwie nicht ernst nehmen.  Ich nehme mir nun dieses Jahr, mache mir Gedanken und versuche, mich nicht verrückt zu machen. Ich kann mich der Verantwortung nicht entziehen, denn niemand wird mit offenen Armen auf mich warten.  Auch das hämmere ich mir ständig ins Bewusstsein, denn wenn man bereits mit einem Bein irgendwie in der Branche steht, ist es verführerisch zu denken, man wird schon „irgendetwas finden“.

Geburtstagsvorsätze

Mehr Lesen und sich informieren.

Okay, ich kann im Moment nicht sagen, wann ich das letzte Mal ein Buch aufgeschlagen habe. Ich nehme mir vor, dieses Jahr wesentlich öfter das Smartphone gegen ein Buch auszutauschen und mehr zu lesen. Generell möchte ich mich mehr über Dinge informieren, die mich im ersten Moment nicht so sehr interessieren. Mode zu studieren heißt auch, dass man sich mit der gesamten Industrie auseinandersetzt und versucht, sie zu verstehen. Ich möchte mich zunehmend mehr mit den wirtschaftlichen Aspekten beschäftigen und mit Menschen. Menschen, die Mode konsumieren und jene, die sie kreieren. Meine Lesezeichenliste bekommt einen neuen Anstrich. Business of Fashion, the talks, Models.com und viele andere Seiten werden jetzt noch öfter angeklickt und studiert.

Rausgehen – Unter Menschen sein und Aufschieberitis endgültig besiegen.

Ich arbeite eigentlich sehr gern zu Hause. Allerdings merke ich manchmal, wie abgelenkt ich in meiner Wohnung bin. Ich neige stark dazu, immer erst Dinge zu erledigen, die weniger unangenehm sind. So wird dann meist erstmal die Wohnung aufgeräumt, die Wäsche gewaschen oder der komplette Kleiderschrank ausgemistet, bevor ich mich an eine Uniaufgabe mache. Ich nehme mir felsenfest vor, Dinge zu erledigen, sobald ich Zeit dazu habe, und werde öfter mal mein Home-Office verlassen und nur die Sachen mitnehmen, die ich brauche und für ein paar Stunden in einer gemütlichen Café-Atmosphäre arbeiten. Unter fremden Menschen zu sein, kann manchmal ganz erfrischend sein.

Die Welt durch die eigene Linse sehen.

Wenn es zu deinem Job gehört, dass du jeden schönen Moment in deinem Leben teilst, dann verlierst du die Gabe, den Moment einfach zu genießen. Dieser Gedanke „Das könnte jetzt ein tolles Foto werden“ zerstört die ein oder andere schöne Situation. Gegen Ende des Jahres hatte ich öfter Situationen, in denen ich die Kamera auspacken wollte, und dann dachte ich mir plötzlich „Ach komm, ist doch egal“. Momente einfach genießen, anstatt sie für die Nachwelt festzuhalten. Manchmal ist es mein Job, Livebilder zu übertragen, da brauchen wir gar nicht diskutieren. Wenn ich beispielsweise in der ersten Reihe einer Modenschau sitzen darf, dann nicht, weil man mir einen Gefallen tun möchte, sondern weil ich euch mit Live-Postings versorgen soll. Im dem Moment würde ich gern einfach die Show genießen, aber hier ist es nunmal mein Job, mit 3 verschiedenen Kameras und Apps zu hantieren. Das ist ungefähr vergleichbar mit Konzerten. Viele nehmen auch hier das ganze Konzert mit ihrem Smartphone auf und merken gar nicht, dass sie dadurch alles nur über ihren kleinen Bildschirm sehen, obwohl sie dem Künstler quasi hautnah sind!

Ihr seht, ich habe mir für 2017 so einiges vorgenommen.

Die übliche Frage, was wir an Silvester machen, beantworteten Philipp und ich bereits vor genau einem Jahr, als wir dank der Terror Warnung in München ewig nicht nach Hause kamen und in der Kälte ausharren mussten. „Warum tun wir uns das eigentlich jedes Mal an?“ Wir entschlossen uns fest, ganz entspannt Serien-schauend (von mir aus auch schlafend) in das Jahr 2017 zu starten. Im Laufe des Jahres, besonders im letzten Monat, wurden wir dann so ca. 150 Mal gefragt, was wir an Silvester machen. Wir blieben bei unserem Vorsatz, das neue Jahr super entspannt zu starten. Vielleicht auch, weil 2016 turbulent und aufregend war und wir es nun einfach ein wenig ruhiger ausklingen lassen wollen. Vielleicht auch, weil wir wissen, dass 2017 mit den Fashion Weeks so stressig starten wird, dass es besser ist, sich zu schonen.

Aber eigentlich wollte ich gar nicht darauf hinaus – Es geht um 2016 und wie immer stelle ich mir die Frage, was habe ich gelernt?

Das Jahr 2016 – Ein Jahresrückblick

Ich musste tatsächlich erstmal einen Blick in meinen Instagram-Feed werfen, um mich daran zu erinnern, was ich dieses Jahr alles erlebt und wo ich mich so rumgetrieben habe. Schon seltsam, ich kann gar nicht glauben, dass das alles in nur einem Jahr war. Ich habe viel gesehen und durfte tolle Menschen kennenlernen. Bevor ich ein Resümee ziehe, habe ich hier Ereignisse aus 2016 aufgelistet, die uns ganz besonders berührt haben . Den Link zum Artikel findet ihr direkt unter den Bildern.

Anfang des Jahres besuchte ich meine ersten internationalen Fashion-Weeks. Nach Berlin ging es nach Mailand, wo ich zum ersten Mal in der sogenannten „Front Row“ saß und daraufhin nach Paris. Eine unglaubliche Erfahrung, weil ich lernte, dass der Mode-Zirkus international nochmal viel härter und anstrengender für alle Beteiligten ist als in Berlin. Paris ist und bleibt meine Lieblingsstadt, doch ich kann mich noch daran erinnern, wie ich nach einer Show ziemlich niedergeschlagen die Seine entlang gelaufen bin. Ich war spät dran und musste mit dem Taxi zur Location fahren, ich war krank, alles war total stressig und das Taxi natürlich unglaublich teuer. So viel Aufwand für 5 Minuten Show. Die anderen deutschen (weiblichen) Blogger begrüßten mich zwar, sprachen aber nicht sonderlich viel mit mir. Ich fühlte mich plötzlich sehr einsam. Dass man in der Modebranche oft auf sich selbst gestellt ist, musste ich erst lernen. Dass Freundschaften oberflächlich und oft auch zweckorientiert sind, wusste man zwar irgendwie schon vorher, aber man muss es glaube ich erst spüren, um es zu verinnerlichen. Philipp an meine Seite zu holen war sicherlich auch ein Schutzmechanismus, der Gedanke, jemanden zu haben, dem man absolut vertrauen kann und der gleichzeitig auch Teil dieses Business ist, war schön.

Mr.Burberry in London / A Burberry Love Story – The Sandringham 

Unsere Reise nach London für Burberry war unser erster Trip zu zweit und es hätte wohl keinen schöneren Auftakt geben können. Die Tatsache, dass ich der einzige deutsche Brand-Ambassador für den neuen Duft war, zeigte mir, dass für viele eben doch noch die Qualität zählt und nicht nur die bloße Reichweite. Die Zusammenarbeit mit Burberry war eine unglaubliche Erfahrung und den Trenchcoat mit meinen Initialen werde ich ewig in Ehren halten.

Ein Familienurlaub / Orlebar Brown’s #snapshorts

Der gemeinsame Urlaub mit der ganzen Familie in der Türkei war für mich der erste Urlaub mit meiner kleinen Schwester Marie. Die Woche mit meiner Familie war so unglaublich schön, so dass ich das gerne aufrecht erhalten möchte. Ich hoffe sehr, wir können in 2017 wieder einen kleinen gemeinsamen Urlaub machen.

London Collections Men

Im Sommer war ich nochmal in London und besuchte die London Collections Men. Anders als im Winter bin ich dieses Mal selbstbewusst auf die Fashion Shows und Events gegangen, habe tolle Kontakte geknüpft und hatte eine super Zeit. Highlight war hier das Burberry Event, auf dem viele namhafte Stars zu Gast waren. Und ich mittendrin.

Journey to Jura / H&M Studio Collection FW 16

Im Spätsommer Wintermäntel zu tragen hat sich noch nie so schön angefühlt wie während unserer Zeit auf der Insel Jura in Schottland. Mit im Gepäck hatten wir nämlich fast die gesamte H&M Studio FW 16 Kollektion. Die Landschaft hat uns so sehr fasziniert, das wir auf jeden Fall bald wieder nach Schottland fliegen werden. Mit ein wenig mehr Zeit und hoffentlich besserem Wetter.

Ein dunkles Wochenende

Ein persönlicher Tiefpunkt für uns war das Erkranken unseres Hundes Luke. Kurz vor seinem zweiten Geburtstag kollabierte er und lag 5 Tage auf der Intensivstation. Diagnose: Morbus Addison. Eine Woche, die mich verändert hat. Sie hat mir vor Augen geführt, wie plötzlich sich doch alles ändern kann und wie wichtig es ist, finanziell vorbereitet zu sein für solche Fälle.

Travel Diary – Brooklyn  / Travel Diary – Manhattan

New York, New York. Für mich ging ein riesen Traum in Erfüllung als wir im Herbst in die Stadt, die niemals schläft geflogen sind. Zusammen mit guten Freunden hatten wir eine unglaublich schöne Zeit in Brooklyn und Manhattan. Eines der vielen Highlight war auf jeden Fall unser Treffen mit dem amerikanischen Designer Narciso Rodriguez!

FRANK LIN S/S 17 poetic summerhouse / FRANK LIN festive collection

Auch als angehender Designer habe ich mich weiterentwickelt. Meine Sommerkollektion und die dazu passende Produktion mit meinem Freund Paul Kohlhaussen hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Zum ersten Mal war ich so richtig zufrieden mit einer Arbeit und hatte sogar ein wenig das Gefühl, meinen Stil gefunden zu haben. Jetzt zum Jahresende hat mich die Motivation dann nochmal gepackt und ich habe eine kleine festive Collection für meine Familie genäht.


Ja, ich bin wirklich viel rumgekommen in diesem Jahr – wenn man bedenkt, dass ich Vollzeit-Student bin. Oft habe ich nicht viel von den Städten gesehen, da ich nur sehr kurz da war und mein Tag komplett durchgeplant war. So war ich beispielsweise in Madrid und weiß eigentlich gar nichts über die spanische Hauptstadt zu sagen. Das richtige Zeitmanagement war das A und O in diesem Jahr und ich finde, ich habe diesbezüglich einiges dazu gelernt – auch wenn der ein oder andere kleine Nervenzusammenbruch letztlich nicht ausblieb.

Ich glaube, ich habe auch gelernt, lockerer an diese ganze Blogger-Sache ranzugehen. Nichts ist unattraktiver als Verkrampftheit. Wir alle haben das gespürt, die Angst vor dem neuen Instagram Algorithmus, die Angst vor den ganzen „Influencern„, die wie Pilze aus dem Boden schossen und dann Blogger wurden. „Blogs sind tot„, „Instagram ist fake“ und „Content ist king“ wurde aus allen Ecken gepredigt und ich habe stets versucht, mich aus der ganzen Diskussion rauszuhalten. So eine Veränderung ist nicht immer toll, ganz besonders nicht, wenn sie für einen selbst Verschlechterung bedeutet, aber man kann sie nunmal nicht stoppen. Ich versuche mich nicht darüber aufzuregen, dass unsere Bilder immer weniger Likes bekommen, obwohl wir uns immer mehr ins Zeug legen oder dass viele meiner Kollegen so sehr mit ihren Zahlen lügen, dass sich die Balken biegen. Ich denke, wir müssen eben auch einsehen, dass viele unserer Leser einfach stille Beobachter sind und sichtbares „Engagement“ nicht alles ist. Warum ich das anspreche? Weil ich in mir gespürt habe, wie verkrampft ich Bilder für Instagram selektiert habe. Wie ich vorher oft stundenlang überlegt habe, ob ich ein Bild posten soll und wie es wohl ankommen wird. Das Ganze hat mir eine Zeit lang wirklich keinen Spaß mehr gemacht. Ich teile in Zukunft einfach das was ich will, unabhängig davon, was andere darüber denken mögen.

Allerdings gibt es eben auch Feedback von Lesern, die nicht jeder sieht. Ich habe in diesem Jahr viele private Nachrichten bekommen, bei denen mir wirklich das Herz aufging und die mir auch zeigten, was für eine Verantwortung ich teilweise trage. Ein Vorbild für andere zu sein, fühlt sich schön an, es setzt einen aber auch ein bisschen unter Druck. Ich freue mich aber immer unglaublich über eure Worte und ich fühle mich immer ganz geehrt, wenn ihr mir euer Herz öffnet.

Es war ein gutes Jahr. Ein sehr gutes. Für uns als Blogger aber eben auch für uns als Paar. Wir haben tolle Dinge erlebt, tolle Menschen getroffen und Freundschaften geknüpft. Natürlich gab es Tiefpunkte und wenn auch gleich 2016 für die Welt eher ein dunkles Jahr voller Katastrophen und trauriger Ereignisse war, so war es zumindest unterm Strich für uns ein gutes.

Wir schätzen uns sehr glücklich und bedanken uns bei euch ganz herzlich für die Treue und die stetige Unterstützung.
Natürlich wünschen wir euch auch ein frohes neues Jahr! Nur das Beste für euch.

Frank und Philipp.