Gedankenwirrwarr | Auf der Suche nach Inspiration

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Seit gut einem Monat drücke ich wieder die „Uni-Bank“ und ich muss sagen, ich finde es toll! Ich hatte wirklich bedenken, ob mir nach dem Praktikum der Schritt zurück in dieses doch sehr schulische System leicht fällt. Alles hat nunmal seine Vor- und Nachteile und im Moment genieße ich das Studentenleben und eine gewisse Flexibilität, die es mit sich bringt. Es gibt tatsächlich nur einen klitzekleinen Haken: Meine Bachelorkollektion.

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Ich befinde mich derzeit im 6. Semester von 7. Das heißt der Bachelor hat noch ein wenig Zeit – Dennoch dürfen oder sollen wir in diesem Semester bereits die Grundlage dafür schaffen und das setzt mich enorm unter Druck. Die Bachelorkollektion ist für uns Designer die Visitenkarte. Mit dieser Kollektion werden wir uns bewerben. Natürlich zählen die Arbeiten, die man bis dahin gemacht hat, auch. Aber im Bachelor hat man die Möglichkeit, zu zeigen, wer man als Designer ist. Wir sind komplett frei in der Themenwahl und genau das ist, so schön es auch klingt, eigentlich das schwierige.
Wer bin ich und wie visualisiere ich das? Seit dem ersten Semester habe ich ein Thema im Kopf. Ich habe es nie jemanden erzählt – nicht einmal Philipp!

Immer wieder habe ich den letzten Jahren daran gedacht und ich war mir eine sehr lange Zeit sehr sicher, dass ich unter diesem Thema arbeiten möchte. Nun – wo der Zeitpunkt gekommen ist, meine Ideen aufs Papier zu bringen – zweifle ich. Bin ich das noch? Ist das nicht eine veraltete Version meiner selbst?  Habe ich mich nicht weiterentwickelt?

Ich sollte mich eigentlich längst damit beschäftigen aber im Alltag verdränge ich diese Frage und bin abgelenkt von politischen Debatten, dramatischer Instagram-Heuchelei, Press Days und Bloggern, die sich aufführen als wären sie die absoluten Stars. Wir leben in einer unruhigen Zeit und das trifft auch die Modebranche.

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Und sonst so?

  • Ich habe nichts zum Anziehen!“ Wie oft hören wir uns diesen Satz sagen und belügen uns selbst –  und vor allem jene, die WIRKLICH nichts zum anziehen haben? Ich erwische mich oft dabei und tatsächlich ist es so, dass wir schlicht und einfach zu viel haben. Ich hatte immer das Glück, viele Klamotten zu haben, auch wenn ich schon als Teenager die ein oder andere Diskussion mit meinen Eltern darüber führen musste, ob ein Schuh mit einem aufgestickten grünen Krokodil nun ein besserer Schuh ist. Immer wieder sollten wir uns in Gedächtnis rufen, dass es Menschen gibt, die sich Klamotten nicht leisten können und aus diesem Grund appelliere ich an euch: Spendet! Die Deutsche Kleiderstiftung zum Beispiel sammelt neue sowie gebrauchte Kleidungsstücke, Schuhe, aber auch Haushaltswäsche und Accessoires und bringt sie dorthin, wo sie wirklich gebraucht werden. Gut erhaltene Teile werden im Stiftungseigenen Charity-Shop „Zweimalschön“ verkauft. Die Spende ist alles andere als kompliziert: Einfach auf der Webseite der Deutschen Kleiderstiftung ein kostenloses Paketlabel herunterladen, ausdrucken und das Päckchen mit der aussortierten Kleidung an die Deutsche Kleiderstiftung verschicken. Es gibt also keine Ausreden!
  • Zalando launcht sein erstes eigenes Online-Magazin! Zalando Editorial bietet neben Fashion-News und Style Ratgebern vor allem Inspiration rund um die neuesten Mode-Trends. Inhaltlich finde ich das Magazin wirklich super und sehe es deshalb auch als Lichtblick für die deutsche Männermode-Welt. Jungs, schaut wirklich mal rein! Unter der Kategorie „Guide“ findet man beispielsweise super einfache „How To“ – Styles, die obendrein noch toll visualisiert sind. Auch die Kategorie „Inspiration“  überzeugt mich, weil einem hier nicht einfach plump irgendwelche Trends diktiert werden. Jeder Trend hat schließlich seine Geschichte – seinen Ursprung und das wird hier super erklärt.
  • Mein Kleid ist ausgestellt! In einem Museum! Ich hatte es ja kurz mal angesprochen und nun ist es soweit: Unter dem Namen DIVINE X DESIGN werden die Kleider ausgestellt, die wir in Zusammenarbeit mit der Glyptothek in München entworfen haben. Am Dienstag war die große Eröffnung, zu der über 900 Menschen kamen. Zuvor gab es sogar ein Feature auf VOGUE online. Ein kleiner Ritterschlag für mich als Design-Student. Wer in München lebt oder zu Besuch ist: Die Ausstellung läuft noch bis Oktober und ein Besuch lohnt sich für alle, die sich für Antike und Mode interessieren.
  • In der Woche nach Ostern fahre ich für ein paar Tage nach Wien! Ich freue mich schon so sehr, diese wunderschöne Stadt mal wieder zu besuchen. Vor mehr als einem Jahr waren Philipp und ich das erste mal dort und haben uns in die österreichische Hauptstadt verliebt. Hier könnt ihr nochmal unseren kleinen Wien-Guide lesen.
  • H&M launcht neben COS, &other Stories, Weekday und Monki nun ein fünftes Label names „Arket“ – Das bedeutet „ein Blatt Papier“ auf Schwedisch. Arket wird labeleigene Mode für Frauen, Männer und Kinder sowie Produkte aus dem Interior-Bereich anbieten. Das Besondere: Es wird neben den eigenen Kollektionen auch Mode von externen Marken angeboten.  Ähnlich wie COS wird es preislich etwas höher als H&M liegen. Der erste Store wird im Herbst in London eröffnet und tatsächlich wird der erste deutsche Store in München sein! Ich bin sehr gespannt.

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SAMSOE SAMSOE blue jacket (buy it here)
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Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Englisch

10 Comments

  • Patrick
    6 Monaten ago

    Du wirst ganz sicher eine tolle Kollektion designen 🙂
    Ich glaub fest daran!

  • 6 Monaten ago

    When you put it that way, it actually sounds quite stressful, but I think you could use your original idea and try to incorporate the things you’ve learned along the way and how you’ve developed both as a designer and as a person. As for your pictures, I love the bad boy look!
    xx
    Thomas

    http://thomasfalkenstedt.com

  • 6 Monaten ago

    That must be such a struggle but I know you’ll figure it out! Maybe inspiration will come when you least expect it. Good luck Frank!

  • 6 Monaten ago

    Wegen “Ich habe nichts zum Anziehen!“ habe ich auch gedacht als ich in Indien war. Das ist manchmal traurig.
    Aber richtig tolle Photos hast du heute mit einem Hauch von Vintage. Super!

  • 6 Monaten ago

    Ich bin auch schon mega gespannt auf Arket! Wenn es toll wird, dann sollen die bitte schnell nach Hamburg kommen!

  • Mai
    6 Monaten ago

    Hi Frank!
    Ich finde deinen Tip zum Kleiderspenden super! Danke dafür, das werde ich mir mal ansehen 🙂 (Generell finde ich es immer schwierig, man kann zwar viel spenden, aber ob das so viel hilft, ist immer wieder eine andere Frage).
    Und was das anfängliche Problem angeht: nimm dir Zeit und überlege es dir. Wer weiß, vielleicht gibt es einzelne Elemente, die dich bis heute prägen und du sie nach wie vor, auch wenn eine Menge Zeit vergangen ist, nutzen kannst. Oder du hast dich verändert, und änderst auch deine Ideen. Oder du hast dich doch schon gefunden bis zu einem gewissen Grad und kannst die bisherigen Ideen ausarbeiten? Eigentlich steht dir nichts im Wege 😉

  • 6 Monaten ago

    I remember my student life and remember all of the great days . I hope you enjoy every bit of your student life and flexibility as week . What an amazing post

  • 5 Monaten ago

    Toller beitrag und deine fotos sind wie immer super schon. xx 🙂

  • 5 Monaten ago

    Oh Frank, can I say that I have been in that exact same position for my final year, it’s so hard to settle on a theme that represents you so you can show the world what kind of designer you are but I have faith you will knock it out of the park!

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